Karausche
Die Karausche hat überhaupt keine Barteln, bleibt deutlich kleiner und trägt oft einen dunklen Fleck am Schwanzstiel. Ihre Rückenflosse ist nach außen gewölbt, beim Karpfen ist sie gerade bis leicht eingebuchtet.
Zum ArtenprofilCyprinus carpio
Kräftiger Bodenfisch mit vorstülpbarem Maul und zwei Bartelpaaren an der Oberlippe. Durch Jahrhunderte der Teichwirtschaft gibt es ihn voll beschuppt, teilbeschuppt und fast nackt.
Auch genannt: Spiegelkarpfen, Schuppenkarpfen, Lederkarpfen
| Körperform | Hochrückig |
|---|---|
| Grundfarbe | Bräunlich, Goldgelb |
| Zeichnung | Ohne Muster |
| Flossen | Dunkel bis schwärzlich, Gelblich |
| Maul | Nach unten gerichtet, Mittel |
| Besonderheiten | Barteln am Maul |
| Rolle im Gewässer | Friedfisch |
| Hält sich auf | Am Grund |
Die Karausche hat überhaupt keine Barteln, bleibt deutlich kleiner und trägt oft einen dunklen Fleck am Schwanzstiel. Ihre Rückenflosse ist nach außen gewölbt, beim Karpfen ist sie gerade bis leicht eingebuchtet.
Zum ArtenprofilDer Karpfen gründelt: Er pflügt mit dem vorstülpbaren Maul den Weichboden um und filtert Insektenlarven, Schnecken und Würmer heraus. Dabei trübt er das Wasser ein, was bei hoher Besatzdichte zum Problem für Wasserpflanzen wird. Er wird alt und kann mehrere Jahrzehnte im selben Gewässer stehen.
Gelaicht wird im Flachwasser, sobald es sich im späten Frühjahr erwärmt hat. Ein großes Weibchen gibt weit über eine Million Eier ab, die an Pflanzen kleben. In kühlen Sommern fällt die Vermehrung in Mitteleuropa oft ganz aus.
Ursprünglich aus dem Einzugsgebiet der Donau und aus Ostasien, in Mitteleuropa seit dem Mittelalter durch Teichwirtschaft verbreitet. Die Wildform gilt in Deutschland als bedroht, die Zuchtformen sind allgegenwärtig.
In hoher Dichte verändert der Karpfen ein Gewässer sichtbar: mehr Trübung, weniger Unterwasserpflanzen, mehr freigesetzte Nährstoffe. Das ist kein Vorwurf an den Fisch, sondern eine Frage des Besatzes.
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