Lebensraum
Der See und seine drei Stockwerke
Große stehende Gewässer sind im Sommer geschichtet: warm und hell oben, kühl und dunkel unten. Die Arten verteilen sich auf Uferzone, Freiwasser und Tiefe.
Ein See ist im Sommer kein einheitlicher Wasserkörper, sondern ein Stapel aus Schichten. Oben steht warmes, leichtes Wasser, unten kaltes, schweres, und dazwischen liegt eine Sprungschicht, die sich kaum mischt. Wer Fische sucht, sucht deshalb eine Schicht und nicht einen See.
Die Uferzone
Im bewachsenen Flachwasser steht der Hecht auf der Lauer, dazwischen Rotauge, Rotfeder, Schleie und junge Barsche. Hier gibt es Deckung, Wärme und Laichsubstrat. Die meisten Arten eines Sees hängen an dieser schmalen Zone, und genau sie verschwindet, wenn ein Ufer befestigt wird.
Das Freiwasser
Über der Tiefe ziehen Ukelei und Rotauge in Schwärmen und filtern Plankton. Ihnen folgen Zander und größere Barsche. Wer vom Boot aus Ringe auf einer spiegelglatten Fläche sieht, sieht meistens Ukelei.
Die Tiefe
Unterhalb der Sprungschicht wird es kalt und dunkel. In nährstoffarmen Seen leben dort Quappe und Groppe. In nährstoffreichen Seen zehrt der Abbau von abgesunkenem Material den Sauerstoff auf, und dann ist die Tiefe im Spätsommer schlicht leer.
| Temperatur | Im Sommer oben über 20 Grad, in der Tiefe dauerhaft um 4 bis 8 Grad |
|---|---|
| Sauerstoff | Oben hoch, in der Tiefe je nach Nährstoffgehalt knapp bis fehlend |
| Strömung | Keine gerichtete Strömung, nur Wind und jahreszeitliche Umwälzung |
| Vegetation | Ausgeprägter Pflanzengürtel im Flachwasser, im Freiwasser Plankton |
| Arten hier | 16 |
Typische Arten
Diese Fische leben hier
7 Raubfische und 9 Friedfische im Bestand dieser Seite.