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Fischkompass Fische erkennen. Gewässer verstehen.

Lebensräume

Wo lebt welcher Fisch?

Temperatur, Sauerstoff, Strömung und Pflanzen entscheiden, welche Arten wo vorkommen. Sechs Lebensräume, jeder mit seiner eigenen Fischgemeinschaft.

Bach

Kühles, schnell fließendes Wasser über Kies und Steinen. Wenige Arten, aber jede davon ist genau auf diese Bedingungen gebaut.

11 Arten

Fluss

Vom kühlen Oberlauf bis zur trägen Mündung ändern sich Strömung, Temperatur und Grund, und mit ihnen die Arten. Der artenreichste heimische Lebensraum.

24 Arten

See

Große stehende Gewässer sind im Sommer geschichtet: warm und hell oben, kühl und dunkel unten. Die Arten verteilen sich auf Uferzone, Freiwasser und Tiefe.

16 Arten

Teich

Kleine, flache Stillgewässer werden im Sommer heiß und sauerstoffarm. Nur wenige Arten halten das aus, und die können es dafür richtig gut.

9 Arten

Nordsee

Voller Meeressalzgehalt, starke Gezeiten und weite Sand- und Schlickflächen. Die Arten sind an Bewegung und an wechselnde Wasserstände angepasst.

9 Arten

Ostsee

Weniger salzig als die Nordsee und nach Osten hin immer süßer. Deshalb leben hier Meeresfische und Süßwasserfische im selben Wasser.

9 Arten

Warum ein Fisch nicht überall leben kann

Kaltes Wasser kann mehr Sauerstoff lösen als warmes. Deshalb stehen Bachforelle und Groppe im kühlen Bach und nicht im Sommerteich, und deshalb kommen Karausche und Schleie mit Bedingungen zurecht, bei denen andere Arten ersticken. Strömung entscheidet über die Körperform, Pflanzen über Deckung und Laichplatz, und der Salzgehalt trennt Nordsee, Ostsee und Binnengewässer voneinander.

Wer weiß, wo er steht, hat die Artenliste damit schon halbiert. Genau deshalb ist der Lebensraum die erste Frage im Bestimmer.

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