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Fischkompass Fische erkennen. Gewässer verstehen.

Der Aal, ein Wanderer zwischen zwei Welten

Anguilla anguilla

Schlangenförmiger Fisch mit durchgehendem Flossensaum und winzigen, in der Haut eingebetteten Schuppen. Er wächst im Süßwasser auf und wandert zum Laichen in den Atlantik.

Auch genannt: Europäischer Aal, Gelbaal, Blankaal

  • Typische Größe 40 bis 80 cm
  • Maximal 150 cm
  • Lebensraum Fluss, See, Bach, Ostsee, Nordsee
  • Ernährung Wirbellose, Fische
  • Familie Flussaale (Anguillidae)
  • Schutzstatus Vom Aussterben bedroht

Daran erkennst du den Aal

  • Schlangenförmiger, im Querschnitt runder Körper ohne abgesetzten Schwanz
  • Rücken-, Schwanz- und Afterflosse bilden einen durchgehenden Saum
  • Haut wirkt nackt und schleimig, die Schuppen sind winzig und eingebettet
  • Unterseite gelblich beim Gelbaal, silbrig beim abwandernden Blankaal
Merkmale im Überblick
Körperform Aalartig
Grundfarbe Sehr dunkel, Goldgelb
Zeichnung Ohne Muster
Flossen Dunkel bis schwärzlich
Maul Gerade nach vorn, Mittel
Besonderheiten Keine sichtbaren Schuppen
Rolle im Gewässer Raubfisch
Hält sich auf Am Grund

Womit kann man den Aal verwechseln?

Bachneunauge und andere Neunaugen

Neunaugen sind ebenfalls schlangenförmig, haben aber ein rundes Saugmaul ohne Kiefer und sieben Kiemenöffnungen hinter dem Auge. Der Aal hat ein normales Maul mit Kiefern und einen Kiemendeckel.

Lebensweise

Der Aal ist nachtaktiv und steht tagsüber in Verstecken, oft eingegraben. Er frisst Würmer, Krebse, Insektenlarven, Fischlaich und Fische. Über viele Jahre lebt er als Gelbaal im Süßwasser; erst wenn er abwandert, färbt er sich silbrig um, die Augen vergrößern sich, und das Verdauungssystem bildet sich zurück.

Fortpflanzung

Gelaicht wird in der Sargassosee im westlichen Atlantik. Die Larven driften über Jahre mit der Strömung nach Europa und steigen als Glasaale in die Flüsse auf. Der Aal pflanzt sich genau einmal fort und stirbt danach.

Verbreitung

Von Nordafrika bis Skandinavien, in Deutschland in Flüssen, Seen, Kanälen und in den Küstengewässern beider Meere. Wanderhindernisse und Wasserkraftanlagen zerschneiden seinen Weg.

Rolle im Ökosystem

Der Bestand ist seit den 1970er Jahren um etwa achtundneunzig Prozent zurückgegangen. Die IUCN führt den Europäischen Aal als vom Aussterben bedroht. Wer ihn am Wasser sieht, sieht eine Art in ernster Lage.

Ähnliche Arten

Diese Arten stehen dem Aal nahe

Quappe

Lota lota

  • 30 bis 50 cm
  • Fluss, See, Bach
Zum Artenprofil

Wels

Silurus glanis

  • 80 bis 150 cm
  • Fluss, See
Zum Artenprofil

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Quellen und Stand

  1. Europäischer Aal , Wikipedia, deutschsprachige Ausgabe, abgerufen am 19.09.2026

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