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Fischkompass Fische erkennen. Gewässer verstehen.

Der Stichling, Nestbauer im Kleinformat

Gasterosteus aculeatus

Winziger Fisch mit drei aufrichtbaren Stacheln vor der Rückenflosse und Knochenplatten statt Schuppen. Die Männchen bauen ein Nest und betreiben Brutpflege.

Auch genannt: Stichling, Stecherling

  • Typische Größe 4 bis 8 cm
  • Maximal 11 cm
  • Lebensraum Bach, Fluss, Teich, Ostsee, Nordsee
  • Ernährung Wirbellose
  • Familie Stichlinge (Gasterosteidae)
  • Schutzstatus Ungefährdet

Daran erkennst du den Dreistachliger Stichling

  • Drei aufrichtbare Stacheln vor der Rückenflosse
  • Zwei weitere Stacheln an Stelle der Bauchflossen
  • Keine Schuppen, stattdessen Knochenplatten an den Flanken
  • Männchen zur Laichzeit mit intensiv orangerotem Bauch und türkisfarbener Iris
Merkmale im Überblick
Körperform Spindelförmig
Grundfarbe Silbrig, Grünlich
Zeichnung Ohne Muster
Flossen Farblos bis durchscheinend, Rot
Maul Nach oben gerichtet, Klein
Besonderheiten Stachelige Rückenflosse, Keine sichtbaren Schuppen
Rolle im Gewässer Friedfisch
Hält sich auf Im Freiwasser, Am Grund

Womit kann man den Dreistachliger Stichling verwechseln?

Neunstachliger Stichling

Der Neunstachlige Stichling hat sieben bis elf kleinere Stacheln vor der Rückenflosse statt drei kräftiger. Er bleibt noch kleiner und bevorzugt stärker verkrautete, sauerstoffarme Gewässer.

Lebensweise

Der Stichling kommt in Süß-, Brack- und Salzwasser zurecht und besiedelt stehende wie fließende Gewässer mit Pflanzen und weichem Grund. Er frisst unermüdlich Insektenlarven, Würmer, Fischlaich und Jungfische. Seine Stacheln machen ihn für größere Räuber unbequem zu schlucken.

Fortpflanzung

Das Männchen baut ein Nest aus Pflanzenteilen, die es mit einem eigenen Sekret verklebt, lockt Weibchen hinein und betreut danach allein das Gelege. Es fächelt den Eiern sieben bis zwölf Tage lang mit den Brustflossen frisches Wasser zu.

Verbreitung

In ganz Deutschland verbreitet, vom Graben bis zur Küste. Fisch des Jahres 2018.

Rolle im Ökosystem

Er ist ein klassisches Studienobjekt der Verhaltensforschung, weil sein Balz- und Brutpflegeverhalten so klar gegliedert ist. Für das Gewässer ist er Beute und Laichräuber zugleich.

Ähnliche Arten

Diese Arten stehen dem Dreistachliger Stichling nahe

Elritze

Phoxinus phoxinus

  • 6 bis 9 cm
  • Bach, Fluss
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Quellen und Stand

  1. Dreistachliger Stichling , Wikipedia, deutschsprachige Ausgabe, abgerufen am 19.09.2026

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