Lebensweise
Wie alt können heimische Fische werden?
Von zwei Jahren bis über fünfzig ist alles dabei. Das Alter hängt an Temperatur, Wachstum und daran, ob eine Art ihr Leben auf einen Laichgang setzt.
Fische wachsen ihr Leben lang, aber unterschiedlich schnell, und sie werden sehr unterschiedlich alt. Einige der Zahlen sind überraschend.
Ein paar belegte Beispiele
Die Scholle kann bis zu fünfundvierzig Jahre alt werden. Die Makrele erreicht bis zu siebzehn Jahre. Der Karpfen wird in Teichen regelmäßig mehrere Jahrzehnte alt. Der Aal verbringt viele Jahre im Süßwasser, bevor er zum Laichen in den Atlantik zieht, und stirbt danach: Er pflanzt sich genau einmal fort.
Woran man das Alter abliest
An Schuppen und an den Gehörsteinchen im Innenohr, den Otolithen. Beide legen im Wechsel von Sommer und Winter unterschiedlich dichte Schichten an, ähnlich wie Jahresringe im Holz. In warmen Gewässern ohne ausgeprägten Winter funktioniert das schlechter.
Warum spätes Laichen ein Risiko ist
Die Barbe wird erst mit drei bis sieben Jahren geschlechtsreif, weibliche Schollen mit sechs bis neun. Solche Arten verkraften einen Ausfall schlechter: Zwischen Geburt und erster Vermehrung liegen viele Jahre, in denen alles schiefgehen kann. Das ist einer der Gründe, warum gerade diese Arten auf Eingriffe empfindlich reagieren.
Was das für eine Größenangabe bedeutet
Die Länge eines Fisches sagt wenig über sein Alter, solange man das Gewässer nicht kennt. Dieselbe Art wächst in einem nährstoffreichen See doppelt so schnell wie in einem kalten Bergbach. Deshalb stehen auf dieser Seite Größenspannen und keine Alterstabellen.
Quellen und Stand
- Scholle (Fisch) , Wikipedia, deutschsprachige Ausgabe, abgerufen am 19.09.2026
- Europäischer Aal , Wikipedia, deutschsprachige Ausgabe, abgerufen am 19.09.2026
Fachlich geprüft am . Wenn dir ein Fehler auffällt, schreib mir: Eine falsche Zahl auf einer Bestimmungsseite wird geglaubt.