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Fischkompass Fische erkennen. Gewässer verstehen.

Körperbau

Warum haben Fische unterschiedliche Maulformen?

Ob ein Maul nach oben, nach vorn oder nach unten zeigt, ist keine Laune der Natur. Es sagt, in welcher Wasserschicht ein Fisch frisst.

Die Maulstellung ist eines der wenigen Merkmale, die sich nicht mit Licht, Jahreszeit oder Laune ändern. Sie hängt daran, wo ein Fisch frisst, und genau deshalb ist sie beim Bestimmen so wertvoll.

Oberständig: die Nahrung kommt von oben

Der Unterkiefer steht vor, das Maul zeigt nach oben. Solche Fische nehmen Anflug von der Oberfläche oder weiche Pflanzenteile aus der oberen Schicht. Ukelei und Rotfeder sind die klassischen Beispiele, auch der Stichling gehört dazu.

Endständig: die Nahrung steht im Freiwasser

Ober- und Unterkiefer sind gleich lang, das Maul zeigt gerade nach vorn. Das ist die Bauweise für Fische, die im Freiwasser jagen oder sammeln: Rotauge, Döbel, Bachforelle, Zander. Bei Räubern kommt Größe dazu, und dann wird aus dem endständigen Maul ein Fanggerät.

Unterständig: die Nahrung liegt am Grund

Der Oberkiefer steht vor, das Maul zeigt nach unten und lässt sich oft rüsselartig vorstülpen. Barbe, Gründling, Brachse und Karpfen arbeiten so: Sie tasten und saugen im Sediment. Barteln kommen häufig dazu, denn im Schlamm nützt das Auge wenig.

Warum das beim Bestimmen hilft

Bei zwei sehr ähnlichen Arten ist die Maulstellung oft das einzige Merkmal, das nicht täuscht. Rotauge und Rotfeder sehen gleich aus und haben beide rote Flossen, aber das eine Maul zeigt gerade nach vorn und das andere nach oben. Dasselbe gilt für Brachse und Güster.

Quellen und Stand

  1. Rotfeder , Wikipedia, deutschsprachige Ausgabe, abgerufen am 19.09.2026
  2. Brachse , Wikipedia, deutschsprachige Ausgabe, abgerufen am 19.09.2026

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